Filia Hospitalis

Weer een nieuwe aanwinst voor de studentenliedpostkaartcollectie in de brievenbus vandaag: Filia Hospitalis; een uitgave van de Deutscher Schulverein t.v.v. “die deutschen Volksgenossen in den unerlösten Gebieten”.

Het volledige lied dat Otto Kamp omstreeks 1885 schreef gaat als volgt :

O wonnevolle Jugendzeit
mit Freuden ohne Ende,
mit Minnefahrten weit und breit,
wo sich die Schönste fände.
Ich grüße dich, du junges Blut,
bin jedem hübschen Weibe gut,
|: und doch ist nichts aequalis
der filia hospitalis. 😐

Ich kam als krasser Fuchs hierher
und spähte in den Gassen,
wo mir ein Bett und Zimmer wär,
den langen Leib zu fassen.
Fand Sofa nicht, noch Stiefelknecht
und doch war mir die Bude recht,
|: denn keine ist aequalis
der filia hospitalis. 😐

Sie ist ein gar zu herzig Kind
mit ihren blonden Zöpfen,
die Füßchen laufen wie der Wind
im Schuh mit Quast und Knöpfen;
die Schürze bauscht sich auf der Brust,
allwo ich schau, ist eitel Lust,
|: und keine ist aequalis
der filia hospitalis. 😐

Im Haus herrscht sie als guter Geist
und zeigt’s an jedem ersten:
Der einzge Schüler war verreist,
die Kasse mir am leersten.
Da wurd ihr Wort mir Schutz und Schild
und stimmte den Philister mild,
|: drum ist auch nichts aequalis
der filia hospitalis. 😐

Vier Mieter hat sie: Der Jurist
besucht nur feine Kreise,
der Mediziner ist kein Christ,
der Theolog – zu weise.
– Doch mir, mir dem Philologus,
gab sie in Züchten einen Kuß,
|: und keine ist aequalis
der filia hospitalis. 😐

Auf eines hält sie scharfe Acht
und läßt nicht mit sich spaßen:
wer je der Magd den Hof gemacht,
würd nimmer ihr mehr passen.
Zwar das Mamsellchen am Büffet
ist höchst pikant und äußerst nett –
|: und dennoch nicht aequalis
der filia hospitalis. 😐

Du rheinisch Mädchen, wüßt ich doch,
was Gott mit uns beschlossen? –
Ich schanz mir in den Kopf ein Loch
und ochse[8] unverdrossen.
Und wärst du mir auch nie beschert,
zeitlebens bleibst du hochgeehrt,
|: weil keine dir aequalis,
dir filia hospitalis. 😐

De Vlaamse, studentikoze bewerking gaat zo :

O heerlijke studententijd
Met talloze vermaken,
Met minnetochten wijd en zijd,
De schoonsten te genaken,
Wees mij gegroet, o schone jeugd!
Elk aardig meisje baart me vreugd,
En toch is niets aequalis,
Aan Filia Hospitalis

Ik kwam als eerstejaars hier aan
En speurde door de straten
Waar ik een stoel en bed vond staan
Om mij daar neer te laten,
‘k Vond luie stoel noch canapé
En toch viel mij de kamer mee
Want niemand is aequalis,
Aan Filia Hospitalis

Het is zo’n alleraardigst kind
Met zachte blauwe ogen,
De voetjes trippelend gezwind
Komt zij naar mij gevlogen,
Haar mondje lacht zo lief zo blij,
Geen tweede komt haar ooit nabij;
Neen niemand is aequalis,
Aan Filia Hospitalis

Drie huurders heeft ze: de jurist
Bezoekt slechts fijne kringen,
De medicus heeft zich vergist
Als hij zich op wil dringen
Doch mij, slechts de philologus
Gaf zij in eer en deugd een kus
Daarom is niets aequalis,
Aan Filia Hospitalis

O liefste blonde, wist ik toch,
Wat God wil met ons beiden,
Een laatste kusje geef me nog
Vóór ik van U moet scheiden,
En zijt gij mij niet toebedacht,
Aan U denk ik bij dag en nacht
Want niemand is aequalis,
Aan Filia Hospitalis

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